Andreas Fischer

Persönliche Vorstellung

Ich unterrichte seit einigen Jahren zum Thema Weisheit und interessiere mich dabei besonders für den Zusammenhang zwischen Tugenden/Charakterstärken und diversen Aspekten menschlichen Wohlbefindens.

Veröffentlichungen

2016/accepted

Fischer, A. & Funke, J. (accepted). Entscheiden & Entscheidungen: Die Sicht der Psychologie. In S. Kirste (Ed.), Interdisziplinarität in den Rechtswissenschaften. Berlin: Duncker & Humblot.

Fischer, A., Greiff, S. & Funke, J. (accepted). The history of complex problems. In B. Csapó, J. Funke & A. Schleicher (Eds.), The nature of problem solving. Paris: OECD.

 

2014/2015

Fischer, A. (2015). Assessment of Problem Solving Skills by means of Multiple Complex Systems – Validity of Finite Automata and Linear Dynamic Systems (Doctoral thesis). University of Heidelberg.

Fischer, A. (2015). How to determine the unique contributions of input-variables to the nonlinear regression function of a multilayer perceptron. Ecological Modelling, 309, 60-63.

Fischer, A. (2015). Wisdom - the answer to all the questions really worth asking. International Journal of Humanities and Social Science, 9 (5), 73-83.

Fischer, A., Greiff, S., Wüstenberg, S., Fleischer, J., Buchwald, F., & Funke, J. (2015). Assessing analytic and interactive aspects of problem solving competency. Learning and Individual Differences, 39, 172-179.

Fischer, A., Holt, D., & Funke, J. (2015). Promoting the growing field of Dynamic Decision Making. Journal of Dynamic Decision Making, 1, 1.

Greiff, S., Fischer, A., Stadler, M., & Wüstenberg, S. (2014). Assessing complex problem-solving skills with multiple complex systems. Thinking & Reasoning, (ahead-of-print), 1-27.

Schoppek, W. & Fischer, A. (2015). Complex problem solving – single ability or complex phenomenon? Frontiers in Psychology, 6, 1669.

2012/2013

Fischer, A., Greiff, S., & Funke, J. (2012). The Process of Solving Complex Problems. Journal of Problem Solving, 4 (1), 19-41.

Greiff, S., Fischer, A., Wüstenberg, S., Sonnleitner, P., Brunner, M., & Martin, R. (2013). A multitrait–multimethod study of assessment instruments for complex problem solving. Intelligence, 41 (5), 579-596.

Greiff, S., Fischer, A. (2013). Der Nutzen einer Komplexen Problemlösekompetenz: Theoretische Überlegungen und empirische Befunde. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 27 (1), 27-39.

Greiff, S., & Fischer, A. (2013). Measuring Complex Problem Solving: An educational application of psychological theories. Journal for Educational Research Online, 5 (1), 38-58.

Greiff,S., Wüstenberg, S., Molnár, G., Fischer, A., Funke, J. & Csapó, B. (2013). Complex Problem Solving in Educational Settings - Something beyond g: Concept, Assessment, Measurement Invariance, and Construct Validity. Journal of Educational Psychology, 105 (2), 364-379.

Rey, G.-D. & Fischer, A. (2013). The Expertise Reversal Effect Concerning Instructional Explanations. Instructional Science, 41 (2), 407-429. DOI:10.1007/s11251-012-9237-2

Der Weisheit letzter Schluss? Ein Definitionsvorschlag.

Der Referent musste seine Teilnahme leider kurzfristig absagen.

Fragt man Menschen, was sie mit Weisheit in Verbindung bringen, erhält man meist umfangreiche Listen diverser wünschenswerter Eigenschaften.

Doch was zeichnet Weisheit im Kern aus, und was macht dieses traditionsreiche Konzept so wertvoll für den (post)modernen "homo sapiens" hier und heute? In diesem Beitrag soll ein Definitionsvorschlag diskutiert werden, den ich in Fischer (2015) entwickelt habe: Im Kern geht es demnach bei Weisheit um ein erfahrungsbasiertes Wissen darüber, was ein gutes und erfülltes Leben auszeichnet und wie man es lebt - eine umfassende Erkenntnis dessen, was gut und richtig ist. Eine weise Person erkennt und versteht, worauf es bei einem „guten Leben“ ankommt.

An zahlreichen Text-Beispielen aus östlichen und westlichen Kulturkreisen soll nachgewiesen werden, dass diese Definition kulturübergreifend anschlussfähig ist. Auch Bezüge zu psychologischen Weisheitstheorien, sowie einige Implikationen für die empirische Messung von Weisheit sollen herausgearbeitet werden.

Weisheit und das gute Leben: Empirische Zusammenhänge zwischen Weisheit, Lebensleitlinien und Tugendhaftigkeit.

Der Referent musste seine Teilnahme leider kurzfristig absagen.

Weisheit wird in verschiedenen Kulturen mit einem Wissen um das „gute Leben“ in Verbindung gebracht (siehe Fischer, 2015). In der vorliegenden Studie soll empirisch der Frage nachgegangen werden, ob Weisheit (gemessen über eine Kurzversion von Ardelt's dreidimensionaler Weisheitsskala) mit Lebenszufriedenheit und Tugendhaftigkeit korreliert, und ob diese Effekte -sofern vorhanden- auf die Big-Five Persönlichkeitsfaktoren oder auf Motive/Lebensleitlinien zurückgeführt werden können.

An einer Stichprobe von 131 berufstätigen Personen wurden Fragebogen zu Themen wie Weisheit (3D-WS12), Persönlichkeit (BFI-K), Tugendhaftigkeit (VIA-IS), Lebensleitlinien (LLL) und Lebenszufriedenheit (SWLS) erhoben.

Weisheit wies erwartungsgemäß starke Zusammenhänge mit Tugendhaftigkeit und Lebenszufriedenheit auf, wobei sich diese Effekte nicht restlos auf die erfassten Persönlichkeitseigenschaften  und Lebensleitlinien zurückführen ließen. Der Zusammenhang zwischen Weisheit und Lebenszufriedenheit war partiell durch Tugendhaftigkeit mediiert. Implikationen für die Positive Psychologie und konzeptuelle Zusammenhänge zwischen Weisheit und Verhaltensdispositionen werden diskutiert.