Andreas Krafft

Dr. Andreas Krafft
Dr., MIM, Lic.

Organisation

Institut für Systemisches Management und Public Governance

Persönliche Vorstellung

Promotion an der Universität St. Gallen
Research Associate for Future Studies am Institut für Systemisches Management und Public Governance
Vorstand von swissfuture der Schweizerischen Vereinigung für Zukunftsforschung
Seit 2011 Leiter des internationalen Forschungsnetzwerkes Hoffnungsbarometer
Mitglied der IPPA - International Positive Psychology Association
ECPP 2012 - Individual Paper Presentation: Hope and Happiness in German speaking Switzerland. Determinants and Predictors
IPPA 2013 - Individual Paper Presentation: Hope, Optimism, Positive Attributes and Life-satisfaction across the Lifespan in Germany and Switzerland: An Internet Study among 11400 participants.
ECPP 2014 - Leiter des Symposiums "The Annual Hope-Barometer and Positive Attributes Survey in Switzerland, Germany and the Czech Republic. Präsentation: Distinguishing Hope Measures: Manifold Determinants and Predictors in the Swiss and German samples.
IPPA 2015 - Leiter des Symposiums "The Hope-Barometer and Positive Attributes Survey 2015 – New Findings for Research and Practice from 11.290 participants". Präsentation: Lessons from the Hope-Barometer: The Distinction between Perceived and Dispositional Hope
ECPP 2016 - Leiter des Symposiums "Hope-Barometer - Current results and implications for theory and practice". Präsentation: The two faces of hope: Dispositional and Perceived Hope.
IPPA 2017 - The nomological network and predictive utility of the Perceived Hope Scale in comparison to the Adult Dispositional Hope Scale

Beruflicher Schwerpunkt

Forschender

Berufsrelevante Abschlüsse

Persönlichkeitsentwicklung

Veröffentlichungen

Krafft, A. M., Martin-Krumm, C., & Fenouillet, F. (2017). Adaptation, Further Elaboration, and Validation of a Scale to Measure Hope as Perceived by People: Discriminant Value and Predictive Utility Vis-à-Vis Dispositional Hope. Assessment, 1073191117700724.

Krafft, A.M. & Walker, A.M. (in press) Positive Psychologie der Hoffnung - Grundlagen aus Psychologie, Philosophie, Theologie und Ergebnisse aktueller empirischer Forschung. Springer-Verlag: Berlin Heidelberg

Krafft, A.M., Perrig-Chiello, P & Walker, A.M. (Hrsg.) (in press) Hope for a Good Life - Results from the Hope-Barometer International Research Program. Springer Social Indicator Research Series.

Samstag
16:00 - 17:00
Raum 1
Vortrag
Forschung

Der Tugendkreis der Hoffnung: Empirische Erkenntnisse und konzeptionelle Schlussfolgerungen aus 9 Jahren Hoffnungsbarometer

Ausgangslage Snyder (2002) charakterisiert Hoffnung als eine persönliche, zielorientierte Willenskraft und Wegstärke. Bei Erikson (1963) sowie bei Peterson & Seligman (2004) wird Hoffnung als eine menschliche Tugend bzw. Charakterstärke beschrieben. Andererseits ist Hoffnung ein universelles Phänomen mit Kultur spezifischen Ausprägungen (Averill et al., 1990). Unser Forschungsvorhaben besteht darin, das Phänomen der Hoffnung so zu untersuchen, wie es von den Menschen erfahren wird, um Rückschlüsse auf dessen Natur und Beschaffenheit ziehen zu können. Methodologie Das Hoffnungsbarometer verfolgt einen explorativen Ansatz und wird via Internet als Querschnittsbefragung durchgeführt. Für diese Studie werden Daten aus der Umfrage von 2017 (N=3606) benutzt. Item-Pools zur Messung verschiedener Dimensionen von Hoffnung sind: Die persönlichen Hoffnungen, die Aktivitäten zur Erfüllung von Hoffnung sowie die Hoffnungsträger der Menschen und die Dispositonal Hope Scale (Snyder et al., 1991) verwendet. Mit der Perceived Hope Scale (Krafft et al., 2017) wird das allgemeine Hoffnungsniveau erhoben und mittels multip. Regressionen mit den anderen Variablen in Beziehung gesetzt. Ergebnisse Eudaimonische Bereiche wie "anderen Menschen helfen können", "religiöse und spirituelle Erfahrungen", "glückliche Familie, Partnerschaft" und "sinnvolle Aufgabe" sind signifikante Prädiktoren von Hoffnung. Nicht signifikant sind hedonische Bereiche wie "Geld", "Erfolg", "Freizeit", "Spass mit Freunden" sowie "Sex und romantische Beziehungen". Aktivitäten, die als signifikante Prädiktoren von Hoffnung resultieren, sind "ich übernehme Verantwortung", "ich motiviere meine Familie", "ich vertraue auf Gott" und "ich spreche mit meinem Partner". Diskussion Ähnlich wie Ryan et al. (2013) zwischen (eudaimonischen) Zielen erster und (hedonisch-materiellen) Zielen zweiter Ordnung unterscheiden, kann hier zwischen Hoffnungsbereichen erster und zweiter Ordnung differenziert werden. Eine zentrale Erkenntnis des Hoffnungsbarometers besteht darin, dass die wesentlichen Aspekte des Lebens sowohl die wichtigsten Ziele als auch die bedeutendsten Quellen von Hoffnung zu sein scheinen, was eine positive Spirale („virtuous circle“) vermuten lässt und den Charakter von Hoffnung als Tugend hervorhebt.