Annette Scheder

Annette Scheder

Annette Scheder
Dr., MPH, Dipl. Gesundheitswissenschaftlerin, Dipl. oec. troph. (FH)

Persönliche Vorstellung

In der PP bin ich aktiv, weil sich die PP genauso wie Public Health an einem ressourcenorientierten und salutogenen Ansatz orientiert. Die Anwendungen der PP sind für jederman geeignet, machen viel Freude und  sind einfach umzusetzen – so stelle ich mir moderne Interventionen im für Menschen und das Gesundheitssystem vor.

Beruflicher Schwerpunkt

Bereichsleiterin Gesundheitsförderung

Abschluss:

EFQM-Assessorin,

Gesundheitsplanerin (Zertifikat),

Ausbilderin

Anwenderin Positive Psychologie

Veröffentlichungen

2015

John D, Böhm S, Lehrl S, Scheder A (im Druck) „Rundum fit – auch im Kopf: Evaluation eines kognitiven Trainings in der Betrieblichen Gesundheitsförderung“ In: Badura B, Ducki A, Schröder H et al. (Hrsg) Fehlzeiten-Report 2015. Neue Wege für mehr Gesundheit: Qualitätsstandards für ein zielgrup-penspezifisches Gesundheitsmanagement. Springer-Verlag

2013

Müller B, Scheder A, Lehrl S, Erfolgreiche Kurse für körper-  liche und geistige Fitness. Geistig fit, 23, pp 3-7

Müller B, Scheder A, Lehrl S, Kurse für die geistige Fitness:  Wer nimmt daran teil? Geistig fit, 22, pp 3-6

2007

Scheder A, Disease Management Programme – Eine Delphi-Studie, Berlin: Logos-Verlag

Samstag
14:30 bis 15:30
L116
Vortrag
Gesundheitsmanagement

Positive Psychologie als Basisintervention bei Patientenschulungen und Gesundheitskursen

Patientenschulungen und Gesundheitskurse wirken oft nur kurzfristig. Diese Programme vermitteln in der Regel von Beginn an problembezogenes Fachwissen und Methoden, die die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zur Änderung ihres Verhaltens bewegen sollen. Allein die Aussicht auf einen niedrigeren Cholesterinspiegel oder ein geringeres Körpergewicht führt jedoch nicht zu einer langfristigen Verhaltensänderung. Ein neuer Weg um eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheitsparameter zu erzielen könnte folgendes  stufenweise Interventions-Modell sein: zuerst Vermittlung der Inhalte der Positiven Psychologie als Basisintervention und erst im Anschluss daran ein zielgerichtetes Verhaltenstraining. Der Zielfokus wäre dann in erster Linie mehr Lebenszufriedenheit, Wohlfühl- und Werteglück und weniger ein spezieller medizinischer Parameter, der nicht zwangsweise zu mehr Lebensglück führt. Die PP-Interventionen unterstützen stark das Kohärenzgefühl: sie fördern Verstehbarkeit, Machbarkeit und Sinnhaftigkeit. Insbesondere die Themen Stärken, positive Emotionen, Selbstwirksamkeit und Selbst-Mitgefühl könnten im Vordergrund stehen. Das sind gute Voraussetzungen um die Motivation zur Verhaltensänderung zu steigern und die Gesunderhaltung oder Gesundung zu fördern.

Samstag
14:30 bis 15:30
L116 Vortrag Gesundheitsmanagement

„Think Positive": Einsatz von Methoden der Positiven Psychologie im kognitiven Stressmanagement

Annette Scheder

Hintergrund: Die AOK Bayern hat das Seminar „Think Positive - Wie Gedanken unsere Stimmung beeinflussen“ als verhaltensbasierte Maßnahme des kognitiven Stressmanagements für Betriebe entwickelt. Ziel des Seminars ist es die eigenen Denkmuster wahrzunehmen, zu reflektieren und bei Bedarf zu modifizieren. Das Seminar basiert auf verschiedenen Interventionsmethoden der Positiven Psychologie.

Methoden & Ergebnisse: Zur Qualitätssicherung wurde eine qualitative Evaluationsstudie durchgeführt. In dieser wurde untersucht, ob das Seminar „Think Positive - Wie Gedanken unsere Stimmung beeinflussen“ bei Mitarbeitern und Führungskräften die Reflexion von individuellen und gemeinsamen Denkmustern unterstützt und welcher konkrete Nutzen für den beruflichen Alltag erwartet wird. Die Ergebnisse der qualitativen Befragung von insgesamt 50 Personen zeigen, dass das Seminar dazu beitragen kann, Stress zu reduzieren und individuelle Ressourcen zu aktivieren.

Diskussion: Die Ergebnisse der Begleitstudie deuten an, dass verhaltensbasierte Maßnahmen des kognitiven Stressmanagements zu einer achtsamen Unternehmenskultur beitragen können. Voraussetzung dafür ist eine Einbindung der Interventionsmethoden der Positiven Psychologie in einen umfassenden Prozess des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.