Bernhard Heerdt

Bernhard Heerdt

Bernhard Heerdt
Dipl.-Ing.

Organisation

sprechmanufactur.de

Persönliche Vorstellung

Positive Psychologie stellt den bisherigen Höhepunkt der Weiterbildung über meinen Herkunftsberuf hinaus dar. Besonders interessiert es mich persönliches Wachstum in Begegnung mit inneren Widerständen (wie Alltagsgewohnheiten) zu fördern  Meine eigene Entwicklung begann ich mit Psychographie, setzte mit Ausbildungen in Gewaltfreier Kommunikation (bei Rosenberg), humanistischer Psychologie (bei Büntig) und Schemacoaching (bei Rödiger) fort. In Rückschau empfinde ich diese Entwicklung als zielgerichtet auf Positive Psychologie hin.

Beruflicher Schwerpunkt

Führungskraft, Coach

Abschluss:

Dozent für Psychographie (PGI)

Veröffentlichungen

Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen.

Samstag
14:30 bis 15:30
L116
Vortrag
Gesundheitsmanagement

Zivilisationskrankheiten begegnen mit Positiver Psychologie am Beispiel Diabetes Typ2

Innerhalb einer 5-wöchigen erfolgreichen Selbsterfahrung in Form einer Rehabilitationsmaßnahme im Jahr 2015 (Deutsche Rentenversicherung, Frankenklinik Bad Kissingen) lernte ich die Entstehung und Behandlung meiner Diabetes mellitus Typ2 eingehend kennen. Besonders gesundheitsfördernd empfand ich die nichtmedikamentösen Methoden einer angepassten Aktivierung meines Energieumsatzes und einer Umstellung meiner Ernährungsgewohnheiten.

In 5 Wochen konnte ich ohne zu hungern (verordnete Tagesaufnahme ca. 2000 Kcal.) durch körperliche Aktivität (ca. 3.500 Kcal. /Tag) und Ernährungsumstellung (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) etwa 9 Kg Körpergewicht abbauen und meinen HbA1c Langzeitzuckerwert von 7,2 auf 5,4 senken.

Als schwierige Aufgabe empfand ich die Integration des Gelernten in den ablenkungsreichen, gewohnten Alltag nach Beendigung der Reha-Maßnahme, weil alte Gewohnheiten gerne erstarken und ein täglich 4 -5-stündiges Körpertraining kaum mehr zu leisten ist.

Kurz nach meinem Klinikaufenthalt lernte ich in der Positiven Psychologie bewusst Vorgehensweisen kennen, mit denen ich meine mentale Stärke bzw. mein Durchhaltevermögen systematisch und erfolgreich trainieren konnte und immer noch kann. Auch allfällige Rückschläge lassen sich durch eine entwickelte, positive innere Haltung besser bewältigen.

Ich möchte zeigen, welche rationalen Erkenntnisse wie mit passenden Interventionen der Positiven Psychologie verknüpft werden können, um im Sinne einer chancenorientierten Vorgehensweise zur Steigerung der Lebensqualität beizutragen und gleichzeitig Behandlungs- und Folgekosten von Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems und von Stoffwechselerkrankungen deutlich zu senken.

Als Quellen dienten mir Ausführungen von Martin Seligman, Daniela Blickhan, Barbara L. Frederickson, Ralf Senftleben und Gerhard-Walter Schmeisl.

Im Ergebnis erweist sich die Kombination von Körperaktivierung, Ernährungsumstellung und Anwendung Positiver Psychologie nebenwirkungsfrei sowohl psychisch wie somatisch gesundheitsfördernd, schenkt gesteigerte Lebenszufriedenheit und wirkt nachhaltig kostensenkend.

Im Gegensatz zu wiederkehrend veröffentlichten, populären Methoden der Gewichtsreduzierung halte ich es unter Anwendung der hier vorgestellten Prinzipien für jeden durchschnittlichen Patienten realisierbar, sein Körpergewicht eigenverantwortlich zu kontrollieren, seinen Fitnesslevel, seine Gesundheit und seine Lebenszufriedenheit nachhaltig zu steigern und gleichzeitig die volkswirtschaftlich entstehenden Kosten zu minimieren.