Christina Seizl

Christina Seizl

14:30 bis 15:30
Forschung

Die Vorstellung weiser Menschen von einem "guten Leben"

Die Referentin musste ihre Teilnahme leider kurzfristig absagen.

Konzepte zur Weisheit und zum „guten Leben“ zeigen eindeutige inhaltliche Überschneidungen, die etwa in einem prozessorientierten Entwicklungsmodell von Yang (2013) beschrieben werden. Ziel dieser Studie war festzustellen, inwieweit Weisheit mit Vorstellungen über ein gutes Leben zusammenhängt.

Die Stichprobe umfasste bisher 32 Personen im Durchschnittsalter von 54 Jahren. Zur Erhebung der Vorstellungen über ein gutes Leben wurden narrative Interviewfragen und zur Weisheitsmessung die Brief Wisdom Screening Scale sowie autobiographische Interviews verwendet.

Mittels induktiver und deduktiver qualitativer Inhaltsanalyse wurden intrapersonale (z.B. Selbstverwirklichung), interpersonale (z.B. Partnerschaft) und extrapersonale Komponenten (z.B. angenehme Lebensumstände) eines guten Lebens identifiziert. Die extrapersonale Komponente war mit den beiden anderen negativ korreliert, die intrapersonale Komponente wies einen tendenziell positiven Zusammenhang mit Weisheit auf. Derzeit werden weitere TeilnehmerInnen befragt und Zusammenhänge zu den Weisheitsinterviews analysiert, um den starken Einfluss methodischer Varianz in der Weisheitsmessung kontrollieren zu können.