Karl-Heinz Ruckriegel

Prof. Dr. Karl-Heinz Ruckriegel

Samstag
09:30 - 10:15
Keynote
PDF Icon Beitrag herunterladen (587.83 KB)

Glücksforschung - Erkenntnisse und Konsequenzen für Politik und Wirtschaft

Die Ergebnisse der interdisziplinären Glücksforschung sind gerade dabei, eine Epochenwende herbeizuführen: weg vom Denken in Kategorien des Wirtschaftswachstums, hin zum Denken in den Kategorien eines „besseren Lebens“. Es geht nicht mehr um eine Erhöhung des Einkommens, sondern um eine Steigerung der Lebensqualität, die zu einer Erhöhung des subjektiven Wohlbefindens führt, und beides sind zwei ganz verschiedene Dinge: Mehr Einkommen macht uns nicht (mehr) glücklich(er). Politik und Unternehmen sind aufgefordert, die Voraussetzungen für ein gelingendes Leben zu verbessern.

Bei der Politik geht es um einen Übergang zu einem bereiteren Indikatoren- bzw. Zielsystems, das letztlich direkt darauf zielt, über Verbesserungen bei Bildung, Gesundheit, Arbeit, etc. (siehe hierzu im Einzelnen etwa den Better-Life-Index der OECD) zu mehr Wohlbefinden zu kommen. Unternehmen können (besser müssen vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung) maßgeblich an der Art der Personalführung (hier geht es ganz grundlegend um Führungsethik in Sinne der "Goldenen Regel" und um Soziale Kompetenz), der Arbeitsplatzgestaltung und -organisation und einer lebbaren Work-Life-Balance arbeiten