Silke-Catherina Cramer

Sike Cramer

Silke-Catherina Cramer
Volkswirtin (Dipl.-Volksw.)

Persönliche Vorstellung

Meine Intention ist es, meine Klienten auf ihrem Weg zur vollen Entfaltung ihrer Potentiale zu begleiten.

Es hat mich nicht überrascht, dass meine Top Stärke im „Inventory of Strengths" die „Appreciation for Beauty and Excellence“ ist.
In der Tat erfüllt es mich mit einer tiefen Freude, wenn meine Klienten ihre Ressourcen zur vollen Entfaltung bringen und ihr Potential für sich und andere nutzbar machen.  

Die sehr wachstumsorientierten Interventionen aus der Positiven Psychologie ergänzen dabei wirkungsvoll meine systemische Arbeit, die ja wertschätzend davon ausgeht, dass wir selber die Experten in unserem Leben und damit auch für unser persönliches Glück sind.

Berufliche Erfahrungen aus drei Jahrzehnten in verschiedenen Funktionen in der freien Wirtschaft und in der öffentlichen Verwaltung helfen mir immer wieder dabei, mich in die Situation meiner Klienten gut einzufühlen, die richtigen Fragen zu stellen und weiterführende Interventionen aus der PP einzusetzen.

Beruflicher Schwerpunkt

Ich bin Stärkencoach für Führungskräfte (SilkeCramer.com),  Young Professionals und Absolventen (TheTalentInstitute.com).

Coachinganlässe bei den Führungskräften sind häufig Leadership Themen und berufliche Neuorientierung.

Bei den Young Professionals und Absolventen liegt der Schwerpunkt meiner Beratung auf der Entwicklung persönlicher Stärken und der Karriereberatung

Berufsrelevante Abschlüsse

  • Systemischer Berater (Prof. Fritz Simon / Simon, Weber and Friends)
  • Anwender und Berater Positive Psychologie  (Level 2)
  • Systemische Strukturaufstellungen
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Züricher Ressourcen Modell
Samstag
16:00 bis 17:00
L115
Vortrag
Kinder & Jugendliche

Abitur/Ausbildung und dann? Wachstumsorientiertes Stärkencoaching als Entscheidungshilfe und Stärkung für den persönlichen Lebensweg

Ziel des Vortrags: Die Vorteile eines wachstumsorientierten Stärkencoachings mit Interventionen aus der Positiven Psychologie für junge (Hoch-)Schulabsolventen und Berufstätige aufzeigen.

„Mehr als 42 Prozent der Abiturienten hatten nach einer Studie des Hochschul-Informations- Systems (HIS) das Gefühl, die Menge der Berufsmöglichkeiten nicht überschauen zu können. Angesichts von über 17.500 Studiengängen ist das nicht verwunderlich. Selbst Ausbildungsmessen oder eine funktionale Berufsberatung bieten offenbar selten die Konkretisierung und vor allem die nötige Individualität in ausreichendem Maße. Es herrscht ein enormer Orientierungsbedarf bei angehenden Abiturienten und Hochschulabsolventen.

Aus dieser häufig als frustrierend erlebten Orientierungslosigkeit und Unklarheit über ihre persönlichen Neigungen und Stärken resultieren bei vielen jungen Menschen Ausbildungsund Lebensentscheidungen, die im Laufe der Zeit mehrfach nach dem „Try and Error“ Prinzip revidiert werden. Dies kostet vor allem Energie, aber auch Lebenszeit und Geld. Dabei wünschen sich die jungen Menschen vor allem ein gutes, erfülltes und vor allem glückliches Leben, wissen jedoch häufig nicht, wie sie das erreichen können.

Ein wachstumsorientiertes Stärkencoaching in Einzelsitzungen oder in Gruppenworkshops, das Erkenntnisse und Interventionen aus der Positiven Psychologie nutzt, soll genau hier ansetzen. Die jungen Menschen lernen ihre Stärken und Werte kennen und nutzen. Darüber hinaus werden ihnen die für das eigene Wohlbefinden wichtigen „Konzepte“ der Resilienz, der Dankbarkeit, der positiven Kommunikation und des Optimismus in praktischen Übungen nahe gebracht.

Die im Rahmen eines solchen Stärkencoachings genutzten Instrumente und Interventionen sind u.a. die Identifizierung der eigenen Charakterstärken durch den „The Values in Action Inventory of Character Strengths for Youth“ (VIA Youth), „Me at my Best“, „What will I be“ (Kindheitserinnerungen und Wünsche), der „Reciprocity Ring“ (für Gruppen Settings), das „Blessings Journal“ und die „Three good things“.

Carol Dwecks „Growth Mind Set“, der eigene Glaube daran, dass die Entwicklung zum Guten möglich und gewünscht ist und Probleme gelöst werden können, setzt einen wichtigen Rahmen bei der Arbeit.

Sonntag
11:15 bis 12:15
L115
Workshop
Coaching

Positive Psychologie und systemische Ansätze

Nicole Zätzsch

Ziel des Vortrags: Aufzeigen, wie sich systemische Ansätze in Kombination mit Interventionen aus der Positiven Psychologie gut ergänzen und sehr effektiv und erfolgreich im Coaching umsetzbar sind.

Dieses Hand-in-Hand Gehen soll im Vortrag anhand von Steve de Shazers lösungsorientiertem Kurzzeit-Ansatz gezeigt werden. Dieser fokussiert sich auf die vorhandenen Ressourcen, Kompetenzen und Möglichkeiten seiner Klienten und der aktiven Nutzung derselben. Auch die Positive Psychologie ist lösungs- und ressourcenorientiert und strebt danach, dass die Menschen ihre Potentiale entfalten und ihr Wohlbefinden steigern.

Lösungsorientierung bei Steve de Shazer bedeutet, die positiven Ansätze zu erkennen und zu verstärken. „Wie konstruieren wir Lösungen?“ Diese Frage rückte er in den Mittelpunkt, sie gilt bis heute als Maxime lösungsorientierten Denkens und Handelns und hat sich in Aussagen wie „Man muss das Problem nicht kennen, um es zu lösen“ oder „Die Lösung hat mit dem Problem nicht unbedingt etwas zu tun“ widerspiegelt. Dieser Ansatz konzentriert sich auf die Frage, woran der Klient merken wird, dass sein Problem gelöst ist. 

Die Positive Psychologie wendet sich der Erforschung dessen zu, was die Menschen stärkt und somit das Leben noch lebenswerter macht. Sie konzentriert sich daher auf Wünsche, Ziele und Ressourcen der Menschen. Die auf Basis der Ressourcenorientierung von Seligmann und Kollegen entwickelte Klassifikation von Charakterstärken ermöglichen es z.B., positive Charaktereigenschaften systematisch zu beschreiben, zu messen und diese Kenntnisse in Interventionen einfließen zu lassen. Konkrete Interventionen aktivieren Veränderungen im Denken und im Handeln. Eine Übung sieht z.B. vor, die speziellen Stärken einer Person ausfindig zu machen und die Person anzuregen, kreativ zu werden und den Talenten Ausdruck zu verleihen. Eine weitere Übung ermuntert dazu, die eigenen Stärken bewusst für einen definierten Zeitraum einzusetzen, etwa in der Beziehung oder am Arbeitsplatz. Die „3 good things“ Intervention besteht darin, jeden Tag mit dem Notieren dreier positiver Erlebnisse abzuschließen.

Die Autorinnen wollen in ihrem Vortrag zum einen die oben beschriebene Kompatibilität der systemischen Herangehensweise mit den Erkenntnissen der Positiven Psychologie zeigen. Zum anderen wollen sie anhand zweier Fallbeispiele demonstrieren, wie sie den lösungsorientierten Ansatz de Shazers mit Interventionen aus der Positiven Psychologie im Coaching wirksam umsetzen. 

 

Literatur:

Peterson, C. (2006). A Primer in Positive Psychology. New York: Oxford University Press.
Seligman, M. (2004). Authentic Happiness. New York: Atria Paperback
De Shazer, Steve (1985). Keys to Solution in Brief Therapy. New York: W. W. Norton & Co Inc