Stefan Sauer

Dr. Stefan Sauer
Dr. phil. (FAU Erlangen-Nürnberg)Dipl.-Soz. (LMU München)

Organisation

FAU Erlangen-Nürnberg (NCT), ISF München e.V.

Persönliche Vorstellung

Ich forsche seit 2009 zu den Themenfeldern Vertrauen, Anerkennung, Projektmanagement, Selbstorganisation, Lernen, Belastungsmanagement und partizipative Forschung. Besonders wichtig ist mir dabei der Anwendungsbezug meiner Forschungstätigkeit und das Zusammendenken von Forschung und Gestaltung, Wissenschaft und Praxis. In meinen aktuellen Arbeiten u.a. zum Themenfeld Selbstorganisation strebe ich insbesondere die Nutzung von Chancen selbst bestimmter Arbeit an, ohne dabei jedoch die Risiken erweiterter Vernutzung von Subjektpotenzialen zu ignorieren. Wertschätzung von Selbstorganisation und Arbeitsvermögen steht auch im Fokus meiner 2016 abgeschlossenen Promotion. Auf Grund meiner Themenstellungen sehe ich große Schnittmengen meiner Arbeit zur positiven Psychologie und versuche, deren Inhalte in meine Arbeit zu integrieren.

Beruflicher Schwerpunkt

Anerkennungs- und Vertrauensforschung, Agiles Projektmanagement, Selbstorganisation, arbeitsintegriertes Lernen, partizipative Forschung

Berufsrelevante Abschlüsse

Veröffentlichungen

Sauer (2017): Wertschätzend selbst organisieren? Arbeitsvermögens- und anerkennungsbasierte Selbstorganisation bei Projektarbeit. Wiesbaden: Springer VS.
Sauer (2017): Agile project management as a generator of stress relief and efficiency? In: International Journal of Strategic Management, Vol. 17, I. 2, pp. 64-74.
Sauer (2017): Partizipative Forschung und Gestaltung als Antwort auf empirische und forschungspolitische Herausforderungen? In: Industrielle Beziehungen, H. 3-2017, S. 253-270.
Böhle/Bolte/Huchler/Neumer/Porschen-Hueck/Sauer (2014): Vertrauen und Vertrauenswürdigkeit. Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik jenseits formaler Regulierung. Wiesbaden: VS Springer.

Samstag
16:00 - 17:00
Raum 1
Vortrag
Forschung

Wertschätzung in und durch selbstorganisierte/r Arbeit?

Das Credo der Selbstorganisation erfreut sich zunehmend großer Beliebtheit. Beschäftigten verspricht es vergleichsweise autonomes Arbeiten, Unternehmen erhoffen sich hiervon Flexibilität und eine hohe Innovationsorientierung. Selbstorganisation gilt hierbei jedoch häufig als Organisationsprinzip und weniger als Bestandteil konkreter menschlicher Arbeit und die Frage, ob mit ihr größere Handlungsspielräume geschaffen werden oder nur Anforderungen steigen, ist unbeantwortet. In diesem Beitrag möchte ich den Fokus demgegenüber auf Selbstorganisieren als Arbeit lenken und fragen, ob und unter welchen Bedingungen - formale wie informelle - Anerkennung und Wertschätzung hierfür erfahren und (wechselseitig) gewährt werden kann - und wie dieses Prozesse angeregt und unterstützt werden können. Hierzu werden die Ergebnisse aus zwei partizipativ orientierten Fallstudien mit agil und transnational arbeitenden Projektteams aus dem IT-Sektor und der Automobilindustrie vorgestellt und Einsichten für die Praxis reflektiert. Leitfragen sind, welche Rahmenbedingungen, Interaktionskonstellationen und Subjektdispositionen nötig sind, um Selbstorganisation wertschätzungsförderlich zu gestalten und damit zu Glücksempfinden, Sinnstiftung und 'Guter Arbeit' beizutragen.