Victoria Schröder

Victoria Schröder

Samstag
10:25 bis 11:30
Hörsaal 2 Vortrag Forschung

Drei Gute Dinge für mehr Wohlbefinden: Inhaltsanalyse einer positiven Intervention

Victoria Schröder Elke Heise

In ihrem vielzitierten Artikel zu positiven Interventionen haben Seligman, Steen, Park und Peterson (2005) die Übung Drei Gute Dinge vorgestellt und mit einer internetbasierten randomisierten placebokontrollierten Studie nachhaltige positive Effekte auf Glücksempfinden und Depressivität auch sechs Monate nach der einwöchigen Übungsphase feststellen können. Im deutschsprachigen Raum wurde die Studie von Gander, Proyer, Ruch & Wyss (2013) mit sehr ähnlichen Ergebnissen repliziert. An der Technischen Universität Braunschweig wurde die Übung als Kernelement eines Trainings zur Steigerung des subjektiven Wohlbefindens eingesetzt (Rahm & Heise, 2015), mit dem ebenfalls positive nachhaltige Effekte nachgewiesen werden konnten. Zu der Frage, welche „guten Dinge“ von den Teilnehmenden genannt wurden, wurden über einen Zeitraum von vier Wochen die Protokollhefte von N = 46 Studierenden mit über 7000 Aussagen inhaltsanalytisch ausgewertet. Besonders häufige Nennungen guter Dinge fallen in die Kategorien Soziales, Körper & Gesundheit und Erfolge im Beruf. Neben den Ergebnissen zum Kategoriensystem werden Auswertungen schriftlich erfasster Erfahrungen und Schwierigkeiten mit der Übung sowie zur Motivation bei der Durchführung berichtet. Es werden Modifikationen in Instruktion und Themenvorgabe sowie Zusammenhänge zu Selbstwirksamkeit und Attributionsstilen diskutiert.