Viktor Vehreschild

Viktor Vehreschild

Viktor Vehreschild

Persönliche Vorstellung

Gesundheit, Lebensfreude und Arbeit – Ich bin davon überzeugt, dass sich das nicht ausschließt. Deswegen unterstütze ich meine Kunden darin, ihre Stärken, Potenziale und Ressourcen wieder fest in den Blick zu nehmen und neue Wege zu beschreiten. Mit einem Bein in der Praxis und einem in der Wissenschaft lade ich zu pragmatischen, alltagstauglichen und gleichzeitig wissenschaftlich fundierten Veränderungen ein.

Beruflicher Schwerpunkt

  • Training, Coaching & Beratung für Einzelpersonen und Unternehmen
  • rund um die Themen Gesundheit auf der Arbeit;
  • wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehrgebiet Gesundheitspsychologie

Abschlüsse:

  • Systemischer Berater (IFW)
  • zertifizierter Trainer für multimodales Stressmanagement (ZPP)
  • zertifizierter Anwender der Positiven Psychologie (Dach-PP)

Veröffentlichungen

Manthey, L., Vehreschild, V., & Renner, K.-H. (2016): Effectiveness of Two Cognitive Interventions Promoting Happiness with Video-Based Online Instructions. Journal of Happiness Studies, 1(17), S. 319 – 339.

Samstag
13:00 bis 14:30
Foyer
Poster
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Achtsam auf der Arbeit: Eignung von achtsamkeitsbasierten Interventionen für den Einsatz in der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF)

Theorie und Fragestellung: Interventionen aus der Positiven Psychologie, insb. zur Stressreduktion durch Achtsamkeit, erfahren zunehmende Verbreitung in der Betrieblichen Gesundheitsförderung(BGF). So berichten achtsamere Personen ein höheres Wohlbefinden und Arbeitsengagement und ein geringeres Stresserleben. Ziel der Studie war es daher aus anwendungsorientierter Sicht zu untersuchen, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen Achtsamkeit und Arbeitsfähigkeit besteht und ob dieser vollständig über das Stresserleben mediiert wird.

Methodologie: Die Variablen Achtsamkeit (MAAS), Stresserleben (PSQ) und Arbeitsfähigkeit (WAI) wurden in einem korrelativen Querschnittsdesign erhoben. Weiterhin wurden die Erfahrungen mit und Kenntnisse über Achtsamkeit und die Teilnahmebereitschaft erhoben. Die Stichprobe bestand aus N = 191 Personen (38% männlich, 62% weiblich) im Alter von durchschnittlich 33 Jahren. Alle Teilnehmer waren mindestens halbtags berufstätig mit einer tatsächlichen Arbeitszeit von M = 41.77 Stunden (SD = 8.65).

Ergebnisse: Personen, die eine höher ausgeprägte Achtsamkeit aufwiesen, berichteten geringeres Stresserleben und höhere Arbeitsfähigkeit. Dabei wurde der Effekt von Achtsamkeit auf Arbeitsfähigkeit vollständig über das Stresserleben mediiert. 71% der Befragten interessierten sich für die Teilnahme an Achtsamkeitsinterventionen, obgleich 93% keine Erfahrungen damit aufwiesen. Die Teilnahmemotivation war unabhängig von Geschlecht und Bildungsniveau verteilt und stieg mit zunehmdem Alter leicht an.

Diskussion: Die Ergebnisse ergänzen die bereits vorhandene Forschungsliteratur konsistent. Achtsamere Mitarbeiter erleben weniger Stress und sind infolgedessen arbeitsfähiger. Im Einklang mit aktuellen Reviews legt der Mediationseffekt über das Stresserleben nahe, dass mit Achtsamkeitsinterventionen (z. B. MBSR) stressbedingten Störungen im Arbeitskontext (z.B. Burnout-Syndrom) vorgebeugt werden kann. Achtsamkeitsinterventionen können im Rahmen der BGF für eine breite Zielgruppe eingesetzt werden.