Samstag 13:00 bis 14:30 Uhr
Raum: Foyer

Themengruppe: Poster

 

 

 

Starte von dort, wo du bist und nicht von dort, wo du sein willst. Einfluss der Divergenz von Real- und Idealselbstbild auf das Wohlbefinden

Starte von dort, wo du bist und nicht von dort, wo du sein willst. Einfluss der Divergenz von Real- und Idealselbstbild auf das Wohlbefinden

Die vorliegende Studie untersucht die positiv psychologische Intervention des bestmöglichen Zukunftsselbst („Best Possible Future Self“; King, 2001) in Abhängigkeit der Divergenz zwischen Real- und Idealselbstbild. Carl Rogers (1959) sah das Idealselbstbild als natürlichen Motivator menschlichen Handelns und als Quelle des Wohlbefindens. Jeder Mensch versuche, eine Kongruenz zwischen Realität und seinem persönlichen Ideal herzustellen. Je besser das gelinge, desto zufriedener sei der Mensch mit sich selbst.

In einer Online-Studie wurden Probanden gebeten, sich an vier Tagen hintereinander mittels expressiven Schreibens mit verschiedenen Facetten ihres Idealselbst auseinanderzusetzen. Anhand eines Q-Sorts (Block, 1961) wurden zuvor ein Real- und ein Idealselbstbild erhoben, sowie ein Zusammenhangsmaß beider berechnet. Im Vergleich mit einer Kontrollgruppe ließ sich entgegen einiger Hinweise aus der Literatur (King, Richards & Stemmrich, 1998, King, 2001) keine Steigerung im subjektiven (SWB) sowie psychologischen Wohlbefinden (PWB) feststellen, vermutlich aufgrund der Durchführung als Online-Studie. In der Experimentalgruppe ergab sich eine signifikante Interaktion zwischen der Übereinstimmung der Selbstbilder und ihrer Salienz im Alltag bei der Vorhersage des PWB. Dies deutet darauf hin, dass durch die Intervention nur dann eine Steigerung des Wohlbefindens stattfindet, wenn eine Selbstbilddiskrepanz vorliegt und diese dem Individuum im Alltag auch bewusst ist. Dass sich der Effekt nur im PWB, nicht aber im SWB zeigt, entspricht der vorangehenden Einordnung in die philosophischen Konzepte Hedonismus („Wohlfühlglück“) und Eudämonismus („Werteglück“, Blickhan, 2015). Letzteres, also „Glück durch Bedeutung“, entspricht dem PWB. Dies passt konzeptuell besser zu der Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbstbild als SWB, welches in der Literatur öfter erhoben wird, aber eigentlich hedonistisch geprägt ist.

Die vorliegende Studie untersucht die positiv psychologische Intervention des bestmöglichen Zukunftsselbst („Best Possible Future Self“; King, 2001) in Abhängigkeit der Divergenz zwischen Real- und Idealselbstbild. Carl Rogers (1959) sah das Idealselbstbild als natürlichen Motivator menschlichen Handelns und als Quelle des Wohlbefindens. Jeder Mensch versuche, eine Kongruenz zwischen Realität und seinem persönlichen Ideal herzustellen. Je besser das gelinge, desto zufriedener sei der Mensch mit sich selbst.

In einer Online-Studie wurden Probanden gebeten, sich an vier Tagen hintereinander mittels expressiven Schreibens mit verschiedenen Facetten ihres Idealselbst auseinanderzusetzen. Anhand eines Q-Sorts (Block, 1961) wurden zuvor ein Real- und ein Idealselbstbild erhoben, sowie ein Zusammenhangsmaß beider berechnet. Im Vergleich mit einer Kontrollgruppe ließ sich entgegen einiger Hinweise aus der Literatur (King, Richards & Stemmrich, 1998, King, 2001) keine Steigerung im subjektiven (SWB) sowie psychologischen Wohlbefinden (PWB) feststellen, vermutlich aufgrund der Durchführung als Online-Studie. In der Experimentalgruppe ergab sich eine signifikante Interaktion zwischen der Übereinstimmung der Selbstbilder und ihrer Salienz im Alltag bei der Vorhersage des PWB. Dies deutet darauf hin, dass durch die Intervention nur dann eine Steigerung des Wohlbefindens stattfindet, wenn eine Selbstbilddiskrepanz vorliegt und diese dem Individuum im Alltag auch bewusst ist. Dass sich der Effekt nur im PWB, nicht aber im SWB zeigt, entspricht der vorangehenden Einordnung in die philosophischen Konzepte Hedonismus („Wohlfühlglück“) und Eudämonismus („Werteglück“, Blickhan, 2015). Letzteres, also „Glück durch Bedeutung“, entspricht dem PWB. Dies passt konzeptuell besser zu der Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbstbild als SWB, welches in der Literatur öfter erhoben wird, aber eigentlich hedonistisch geprägt ist.