Sonntag 11:15 bis 12:15 Uhr
Raum: L115

Themengruppe: Coaching

 

 

 

Positive Psychologie und systemische Ansätze

Positive Psychologie und systemische Ansätze

Ziel des Vortrags: Aufzeigen, wie sich systemische Ansätze in Kombination mit Interventionen aus der Positiven Psychologie gut ergänzen und sehr effektiv und erfolgreich im Coaching umsetzbar sind.

Dieses Hand-in-Hand Gehen soll im Vortrag anhand von Steve de Shazers lösungsorientiertem Kurzzeit-Ansatz gezeigt werden. Dieser fokussiert sich auf die vorhandenen Ressourcen, Kompetenzen und Möglichkeiten seiner Klienten und der aktiven Nutzung derselben. Auch die Positive Psychologie ist lösungs- und ressourcenorientiert und strebt danach, dass die Menschen ihre Potentiale entfalten und ihr Wohlbefinden steigern.

Lösungsorientierung bei Steve de Shazer bedeutet, die positiven Ansätze zu erkennen und zu verstärken. „Wie konstruieren wir Lösungen?“ Diese Frage rückte er in den Mittelpunkt, sie gilt bis heute als Maxime lösungsorientierten Denkens und Handelns und hat sich in Aussagen wie „Man muss das Problem nicht kennen, um es zu lösen“ oder „Die Lösung hat mit dem Problem nicht unbedingt etwas zu tun“ widerspiegelt. Dieser Ansatz konzentriert sich auf die Frage, woran der Klient merken wird, dass sein Problem gelöst ist. 

Die Positive Psychologie wendet sich der Erforschung dessen zu, was die Menschen stärkt und somit das Leben noch lebenswerter macht. Sie konzentriert sich daher auf Wünsche, Ziele und Ressourcen der Menschen. Die auf Basis der Ressourcenorientierung von Seligmann und Kollegen entwickelte Klassifikation von Charakterstärken ermöglichen es z.B., positive Charaktereigenschaften systematisch zu beschreiben, zu messen und diese Kenntnisse in Interventionen einfließen zu lassen. Konkrete Interventionen aktivieren Veränderungen im Denken und im Handeln. Eine Übung sieht z.B. vor, die speziellen Stärken einer Person ausfindig zu machen und die Person anzuregen, kreativ zu werden und den Talenten Ausdruck zu verleihen. Eine weitere Übung ermuntert dazu, die eigenen Stärken bewusst für einen definierten Zeitraum einzusetzen, etwa in der Beziehung oder am Arbeitsplatz. Die „3 good things“ Intervention besteht darin, jeden Tag mit dem Notieren dreier positiver Erlebnisse abzuschließen.

Die Autorinnen wollen in ihrem Vortrag zum einen die oben beschriebene Kompatibilität der systemischen Herangehensweise mit den Erkenntnissen der Positiven Psychologie zeigen. Zum anderen wollen sie anhand zweier Fallbeispiele demonstrieren, wie sie den lösungsorientierten Ansatz de Shazers mit Interventionen aus der Positiven Psychologie im Coaching wirksam umsetzen. 

 

Literatur:

Peterson, C. (2006). A Primer in Positive Psychology. New York: Oxford University Press.
Seligman, M. (2004). Authentic Happiness. New York: Atria Paperback
De Shazer, Steve (1985). Keys to Solution in Brief Therapy. New York: W. W. Norton & Co Inc

Ziel des Vortrags: Aufzeigen, wie sich systemische Ansätze in Kombination mit Interventionen aus der Positiven Psychologie gut ergänzen und sehr effektiv und erfolgreich im Coaching umsetzbar sind.

Dieses Hand-in-Hand Gehen soll im Vortrag anhand von Steve de Shazers lösungsorientiertem Kurzzeit-Ansatz gezeigt werden. Dieser fokussiert sich auf die vorhandenen Ressourcen, Kompetenzen und Möglichkeiten seiner Klienten und der aktiven Nutzung derselben. Auch die Positive Psychologie ist lösungs- und ressourcenorientiert und strebt danach, dass die Menschen ihre Potentiale entfalten und ihr Wohlbefinden steigern.

Lösungsorientierung bei Steve de Shazer bedeutet, die positiven Ansätze zu erkennen und zu verstärken. „Wie konstruieren wir Lösungen?“ Diese Frage rückte er in den Mittelpunkt, sie gilt bis heute als Maxime lösungsorientierten Denkens und Handelns und hat sich in Aussagen wie „Man muss das Problem nicht kennen, um es zu lösen“ oder „Die Lösung hat mit dem Problem nicht unbedingt etwas zu tun“ widerspiegelt. Dieser Ansatz konzentriert sich auf die Frage, woran der Klient merken wird, dass sein Problem gelöst ist. 

Die Positive Psychologie wendet sich der Erforschung dessen zu, was die Menschen stärkt und somit das Leben noch lebenswerter macht. Sie konzentriert sich daher auf Wünsche, Ziele und Ressourcen der Menschen. Die auf Basis der Ressourcenorientierung von Seligmann und Kollegen entwickelte Klassifikation von Charakterstärken ermöglichen es z.B., positive Charaktereigenschaften systematisch zu beschreiben, zu messen und diese Kenntnisse in Interventionen einfließen zu lassen. Konkrete Interventionen aktivieren Veränderungen im Denken und im Handeln. Eine Übung sieht z.B. vor, die speziellen Stärken einer Person ausfindig zu machen und die Person anzuregen, kreativ zu werden und den Talenten Ausdruck zu verleihen. Eine weitere Übung ermuntert dazu, die eigenen Stärken bewusst für einen definierten Zeitraum einzusetzen, etwa in der Beziehung oder am Arbeitsplatz. Die „3 good things“ Intervention besteht darin, jeden Tag mit dem Notieren dreier positiver Erlebnisse abzuschließen.

Die Autorinnen wollen in ihrem Vortrag zum einen die oben beschriebene Kompatibilität der systemischen Herangehensweise mit den Erkenntnissen der Positiven Psychologie zeigen. Zum anderen wollen sie anhand zweier Fallbeispiele demonstrieren, wie sie den lösungsorientierten Ansatz de Shazers mit Interventionen aus der Positiven Psychologie im Coaching wirksam umsetzen. 

 

Literatur:

Peterson, C. (2006). A Primer in Positive Psychology. New York: Oxford University Press.
Seligman, M. (2004). Authentic Happiness. New York: Atria Paperback
De Shazer, Steve (1985). Keys to Solution in Brief Therapy. New York: W. W. Norton & Co Inc