Culcha Beat

Im Sommer 2015 zogen die ersten Asylbewerber in die Bad Aiblinger Turnhalle, die als Notunterkunft diente, ein. Sie kamen an mit akuten traumatischen Erfahrungen die sie auf der Flucht und/oder in ihrer Heimat gemacht hatten. Um ihnen den Start in einem neuen Land und in einer neuen Kultur zu erleichtern, sorgte u.a. das Musikteam des Kreis Migration für Positiven Emotionen (Fredrickson).

Ziel war, eine Basis zu schaffen auf der es möglich wurde, den Geist und das Herz zu öffnen um erste positive Emotionen zu erleben. Gerade während der Zeit in der Turnhalle sorgten diese wöchentlichen Treffen zu großer Resonanz und die Asylbewerber kamen in einer Gruppenstärke von bis zu 25 Personen und trommelten, sangen und tanzten unbeschwert und losgelöst. Nach jedem Treffen strahlten alle und fühlten sich erfüllt. Die Füllstände der psychischen Grundbedürfnisse (Deci & Ryan) konnten so wöchentlich aufgefüllt werden. Die Gruppe wurde zu Culcha Beat und sie traf sich weiter einmal die Woche (Beziehung) und experimentierte mit verschiedenen Trommeln, mit Gesang und Tanz (Autonomie) und entwickelte im Laufe eines Jahres enorme Fähigkeiten (Kompetenz). 

So konnte Culcha Beat in Folge auf einigen öffentlichen Festen, Veranstaltungen oder zu privaten Anlässen ihre Zuschauer begeistern und ermuntern sich den Rhythmen hinzugeben und selbst im Takt mitzugehen oder sogar zu tanzen.

Hier ein Bild von uns und der Gruppe:

Culcha Beat

von links Martina Willke, Lucky, Sunny, Stanley, Endurance, Fredrick, Jörg Willke, Patrick Tomlinson

Projektleitung:

Martina und Jörg Willke - Teamleiter Musik des Kreis Migration Bad Aibling und Leitung der Trommelgruppe Culcha Beat

Weitere Infos:

> Culcha Beat auf Facebook

> Culcha Beat auf youTube  und > hier

Timing und Abwechslung nach Lyubomirsky 

Die Gruppe selbst erlebte vor und während der Auftritte enorme positive Emotionen (Flow). So wurden auch in eher belastenden Situationen Ressourcen verfügbar, die dabei halfen, diese schneller zu verarbeiten  oder zu bewältigen. Stanley Obi aus Nigeria berichtete, dass ihm Culcha Beat sehr viel Kraft gab und ihm dabei half die schrecklichen Erfahrungen zu verarbeiten. Heute macht er eine Ausbildung zum Krankenpfleger.